Lage im Stadtgebiet

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Der Stadtteil Leipzig-Grünau befindet sich im Westen der Stadt ca. 4 bis 5 km vom Stadttzentrum entfernt zwischen den gründerzeitlichen Vierteln Plagwitz und Lindenau/Neulindenau auf der einen und dem Kulkwitzer See sowie den noch dörflich geprägten Siedlungsstrukturen Miltitz und Lausen auf der anderen Seite.

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Quartiersgeschichte

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Als einer der größten Wohnstandorte in industrieller Plattenbauweise in den neuen Bundesländern entstand der Stadtteil Grünau von 1976 bis 1989 und gliederte sich in 8 autarke, mit sozialer Infrastruktur (Kita, Schulen) und kleineren Nahversorgungseinrichtungen gleichmäßig ausgestattete Wohnkomplexe. In modernen, großzügigen Wohnungen sollten hier bis zu 100.000 Bewohner ein neues zu Hause finden. Für viele Menschen ging mit der neuen Wohnung im Stadtteil Grünau mit Zentralheizung, Bad und WC ein Traum in Erfüllung.

Doch schon im Rahmen der Errichtung rückte das ursprüngliche Ideal einer durchgrünten, aufgelockerten Stadt in den Hintergrund. Bereits in den 80er Jahren wurde höher und dichter gebaut, als ursprünglich geplant und Freiraumgestaltungen reduziert. Die Unterschiede sind zwischen WK 1 – 3 und WK 7 deutlich ablesbar.

Unmittelbar nach der Fertigstellung der Wohnkomplexe zu Beginn der 90er Jahre, begann der Stadtteil, bedingt durch Arbeitsstandortwechsel, den Drang zum Einfamilienhaus auf der grünen Wiese und Zug um Zug auch durch demographische Gründe, deutlich Bewohner zu verlieren.

Bis heute hat Grünau fast die Hälfte seiner Einwohner eingebüßt. Aus einem Stadtteil, mit 85.000 Einwohnern, ist ein Ort mit etwa 43.500 Einwohnern geworden.

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