1. Schritt_Anbindung / Abgrenzung zum Quartier

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Viele Maßnahmen erfolgten, um die ehemalige Rückbaufläche an das bestehende Quartier anzubinden und durch diese die Wohnqualität für Alle entscheidend zu verbessern. Die Mitwirkung des Stammtisches, der die Mängel detailliert aufgezeigt hat war hier besonders wichtig.

Als erstes wurde ein Bauschild an der Alten Salzstraße aufgestellt. Auf dem Bauschild wurde die Maßnahme, die ausführenden Firmen, Bauleitung etc. benannt und zum Stammtisch, der jeden Donnerstag tagte, eingeladen.
 

Die Landschaftsbauarbeiten begonnen mit dem Fußweg. Ziel war es, den Weg noch im selben Winter benutzen zu können.

Danach wurde die Trockenmauer erstellt. Sie begrenzt den Garten nach Westen und befindet sich an der Stelle eines ehemaligen Fußweges. Der Garten wurde um die Breite dieses Fußweges erweitert und die Straßenbäume in den Garten integriert. Die Waschbetongehwegplatten von 1,10 x 1,10m , die in ganz Grünau verlegt sind, konnten zum Bau der Mauer verwendet werden. Was an Material fehlte wurde vom Amt für Stadtgrün und Gewässer zum Abholpreis zur Verfügung gestellt. Von Weiten erscheint die Mauer wie eine Natursteinmauer. Dadurch, dass sie nur 70cm hoch und ca.40cm breit ist, kann man auf ihr auch sitzen, oder sie bei Festen dekorieren.

Da in Grünau die jetzigen Grundstückszuschnitte nicht immer mit der Leitungsführung zusammenpassen, kommt es vor, dass Leitungen die den Eigentümer nicht betreffen über sein Grundstück führen. Dies schränkt die Nachnutzung ein. Im Falle der Kolonnaden verlief die Stromleitung der Friedrich Fröbel Grundschule diagonal über das Gelände. Damit die späteren Gartennutzer, ohne einen Havariefall auszulösen, Bäume und Sträucher pflanzen könnten wurde die Leitung umverlegt. Auch die Straßenlampen wurden erneuert und werten das Wohngebiet gestalterisch auf.

Der Recyclingplatz und die Glascontainer sollten ein neues Erscheinungsbild erhalten. Der Stammtisch entschied sich für ein Modell aus Holz, das sich harmonisch in die Gartengestaltung integriert. Die Glas- und der Altkleidercontainer bekamen eine Rück- und Seitenwand. Die Fläche lässt sich so besser ordnen und säubern.

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  • 5_mauer_aus_gehwegplatten
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  • 7_leitung_umverlegen
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2. Schritt_Der Kolonnadenweg

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Der Kolonnadenweg führt durch die unterschiedlichen Zonen des Gemeinschaftsgartens und ist zugleich Aufenthaltsfläche. Er hebt sich in seiner Form von der Umgebung ab. Das Wechselspiel konvex, konkaver  Rundungen ermöglicht unterschiedliche Raumaufteilungen zu beiden Seiten. Der unterirdische Sammelkanal, der die Fläche der Länge nach durchzieht wurde auf diese Weise umgangen. Die Form wurde mit Stahlbändern geformt und mit Asphalt vergossen. Der fugenlose, glatte Belag ist für Gehbehinderte besonders geeignet.

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3. Schritt_Brunnen, Bachlauf und Teich

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Ohne Wasser kein blühender Garten. Das war allen Akteuren klar. Wasser sollte nicht nur für die  Bewässerung der Pflanzen dienen, sondern im Gemeinschaftsgarten den gestalterischen Mittelpunkt einnehmen. Das plätschern und blubbern eines Bachlaufes wirkt beruhigend und erhöht die Aufenthaltsqualität. Wasser in einem öffentlich zugänglichen Garten anzubieten ist eine wahrhaft ambitionierte Aufgabe und birgt viele Fehlerquellen. Beim Untergrund angefangen über den Einbau moderner Technik und zu guter Letzt einer vandalismussicheren Ausstattung.

Brunnen
Damit durch den Garten keine zusätzlichen Betriebskosten entstehen wird das Wasser über einen eigenen Brunnen gefördert. Dazu muss eine Anfrage an die untere Wasserbehörde gestellt werden, die den Grundwasserstand in den einzelnen Stadtquartieren ermittelt und die Erlaubnis einer Bohrung erteilt. Unser Brunnen musste ca.10 Meter tief gebohrt werden. Der Einbau der Technik erfolgte im 2. Bauabschnitt.

Bachlauf und Teich

Öffentlich zugängliche Teiche und Bachläufe sind in Stadtquartieren eine Seltenheit. Entscheidend für den dauerhaften Erhalt ist ihre Dichtheit. Verliert der Teich Wasser, ist es aufwendig die Ursachen zu finden. Zur Planung gehört die richtige Wahl der Konstruktion, eine einfache robuste Technik, sorgfältige Ausführung und kontinuierliche Betreuung.

Unser Untergrund war massiv von der Bodenplatte des Rückbaus durchsetzt. Eine Veränderung der Lage durch den angrenzenden Sammelkanal und bereits getätigte Maßnahmen nicht mehr möglich. Der Böschungswinkel wurde daher steiler. Die Form wurde mit einem Betonsandgemisch vorgeformt, anschließend mit Folien ausgekleidet und mit Kies zum Schutz gegen Sonneneinstrahlung / Beschädigungen geschützt.

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4. Schritt_über Ergebnisse informieren

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Zu Weihnachten erhielt die Nachbarschaft eine Grußkarte vom Kolonnadenstammtisch in der auf die nächsten Aktionen hingewiesen wurde.

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5. Schritt_Aufbau der Kolonnade

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  1. Einmessen der Achspunkte, Einbringen der Eindrehfundamente
  2. Zuschnitt, Aufbringen des Holzschutzes, Aufbau einer Rahmenstütze in der Zimmerei Göbel, Kabelskethal
  3. Aufbau im Gemeinschaftsgarten
  4. Vergießen der Bohrlöcher mit Kaltasphalt
  5. Asphaltbeschichtung mit Colorout
  6. Einbau der Spinde und der Bänke. Ende August wurden alle die Zimmereiarbeiten fertig. Im Anschluss erfolgte der Einbau der Pumpen- und Elektrotechnik.

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  • 3_vorbereitung_holzverarbeitung
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6. Schritt_Ankündigung der Eröffnung

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Die Bewohner konnten den gesamten Bauablauf von ihren Balkonen intensiv verfolgen während der Kolonnadenstammtisch die Eröffnung vorbereitete.

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7. Schritt_Eröffnung des Gemeinschaftsgarten

Die allerletzten Vorbereitungen, wie das Aufhängen der Wimpelkette, die die Hortkinder der Friedrich-Fröbel- Schule angefertigt haben, fanden noch vor dem Salutschuss statt, den die Zimmerei Göbel organisierte. Danach wurde der Kolonnadenbeirat feierlich ernannt, die Kinder der Kita Hasenhügel begrüßt, der Schule für die gute Zusammenarbeit gedankt und mit den ausländischen Studenten, deren Eltern und Kindern ein kleines chinesisches Pflanzfeld angelegt. Man konnte die ersten Blüherfolge ablaufen, Würstchen essen, Musik machen, zusammensitzen.

8. Schritt_Mängelbeseitigung

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Mängelbeseitigungen betrafen im besonderen die Teichränder und den Bachlauf. Der Teich verlor Wasser. Einige Mängel waren auf die Durchführung zurückzuführen und wurden von der Gartenbaufirma beseitigt. Andere, wie die dauerhafte Sicherung der Teichränder musste neu geplant werden. Zusammen mit dem Beirat wurde beschlossen, die Teichränder zu bepflanzen. Hierzu wurde der überschüssige, abrutschende Kies entfernt. Danach erfolgte die Einbringung einer Ufermatte, auf der eine, die Ränder schützende Bepflanzung halt findet. Alle Findlinge und den Bachlauf sichernden Basaltsteine wurden in ein Mörtelbett gesetzt.
Die Maßnahmen wurden mit Hilfe von Jugendlichen und Kindern des Quartiers durchgeführt.

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